Familie

Ich bin seit 22 Jahren glücklich verheiratet und habe vier Kinder, drei Mädchen und ein Junge im Alter von 19, 17, 11 und 9 Jahren. Die Familie ist für mich sehr wichtig und ich verbringe soviel Zeit wie möglich mit ihr. Wir spielen, musizieren oder reden miteinander und manchmal gibt es auch heiße Diskussionen. Viele meiner Ideen und Aktivitäten entstammen aus den Gesprächen und den Erlebnissen mit meiner Familie. Meine Familie ist Rückzugsgebiet von den Sorgen des Alltags und Ansporn für mein politisches und gesellschaftliches Engagement zugleich.

Ich möchte, dass meine Kinder in Frieden aufwachsen.

 

Beruf

Ich habe die Fächer Deutsch und Geschichte auf Lehramt studiert und das Erste und Zweite Staatsexamen in Sachsen absolviert (Platz 2 aller AbsolventInnen des Jahrgangs). Nach dem Studium habe ich an der Philosophischen Fakultät der TU Dresden in „Neuerer und Neuester Geschichte“ promoviert (Dr. phil.) und war als Lehrerin und in der Ausbildung von Referendaren tätig. 2006 schloss sich meine Selbständigkeit als Verfahrensbeistand an. In dieser Funktion vertrete ich als „Anwalt des Kindes“ die Interessen der Kinder in familiengerichtlichen Verfahren. Dabei geht es um den Aufenthalt der Kinder nach der Trennung der Eltern, um die Dauer und Häufigkeit der Besuche beim anderen Elternteil, aber auch um Kindeswohlgefährdungen im elterlichen Haushalt. Bis heute habe ich über 1500 Kinder vor allem im Landkreis Bautzen in ihrem Zuhause besucht, in ausführlichen Gesprächen Eltern, Großeltern und Kinder kennen gelernt und von ihren alltäglichen Sorgen und Nöten erfahren. Diese Gespräche berühren mich oftmals sehr.

Ich möchte, dass sich die Bedingungen für Familien – gleich in welcher Zusammenstellung – verbessern: faire Löhne, abgesicherte Lebensverhältnisse und die Möglichkeit zur Teilhabe an unserer Gesellschaft. Und ich möchte, dass alle Kinder in unserem Land eine gleichberechtigte Chance erhalten.

 

 

Ehrenamtliches Engagement

Ich bin in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich aktiv: in der Elternvertretung meiner Kinder, bei der Arbeiterwohlfahrt und im Willkommensnetzwerk. 2016 habe ich mit meiner Familie eine Familienstiftung gegründet, die „Lucie Strewe Stiftung“, die sich für Toleranz und Demokratie sowie gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einsetzt (www.lucie-strewe-stiftung.de). Ich bin die Vorsitzende dieser Stiftung. Als erstes Projekt haben wir eine große Anne Frank Ausstellung am Goethe Gymnasium in Bischofswerda realisiert. Aktuell unterstützen wir ein Beteiligungsprojekt für Jugendliche im Landkreis, ein interkulturelles Kochprojekt, einen Toleranztag am Bischofswerdaer Gymnasium sowie eine Schulung für ehrenamtliche HelferInnen in der Flüchtlingsarbeit.

Ich möchte, dass sich unser Landkreis weiter lebendig und vielfältig entwickelt.

 

 

Politisches Engagement

Ich bin 2001 in die SPD eingetreten. Seit 2010 bin ich stellvertretende Kreisvorsitzende, seit Januar 2015 Ortsvereinsvorsitzende in Bischofswerda und seit Oktober 2016 Beisitzerin im Landesvorstand der SPD. Von der Demokratie als politisches Gesellschaftsmodell bin ich überzeugt. Aber: eine Demokratie kann genauso wie eine Partei eben nur so gut sein, wie diejenigen, die sich in ihr engagieren. Das war und ist für mich die Motivation, in einer Partei mitzuarbeiten, zu diskutieren und argumentieren, um Mehrheiten zu ringen und dabei viel Freizeit zu investieren. Und ja, immer wieder ärgere ich mich auch mal und es gibt auch Entscheidungen, mit denen ich ganz und gar nicht zufrieden bin. Das ertrage ich aber gerne. Denn die einzigen Alternativen zur aktiven Mitarbeit heißen Gleichgültigkeit und Diktatur. Das gab es schon zu oft in Deutschland, die Folgen waren schrecklich.

Ich möchte auch künftig in einer stabilen Demokratie leben.

 

 

Privat

Neben meiner Familie gibt es auf unserem Hof noch unsere Mischlingshündin „Lori“, die Katze „Rosa“, zwei Zwergziegen „Berto“ und „Egon“ und acht Hühner (da hatten nur die ersten einen Namen bekommen). Wir haben einen großen Garten, bauen Obst und Gemüse an. Fast immer ist etwas los. Freunde kommen zu Besuch und feiern alle möglichen Feste mit uns. Immer wieder haben wir auch Gäste aus dem Ausland. Entspannen kann ich vor allem bei Radtouren durch die Oberlausitz und das Lausitzer Seenland, Spaziergängen mit „Lori“ oder einem guten Buch. Und seit kurzem habe ich das Singen wieder für mich entdeckt und singe als Sopran im Kirchenchor.

Ich möchte, dass noch viel mehr Menschen die Schönheit unserer Region kennen und schätzen lernen und dort leben, arbeiten oder ihre Freizeit verbringen.

 

Zum Seitenanfang